Kennzahlen und Metriken (1069)

Um was geht´s?

Jeder Projektverantwortliche sucht nach Kennzahlen, die auf einen Blick eine Leistungseinschätzung ermöglichen. Dieses Kapitel liefert ein paar Ideen…



Kurze Erinnerungshilfe

Anhand des Burn-Up Charts lassen sich viele Kennzahlen ablesen: 

  • Die bis heute erledigten StoryPoints 
  • Die bis jetzt angefallenen Kosten 
  • An diesem Punkt lassen sich auch die vertrauten Metriken des Earned Value (Actual Costs, Planned Value, Earned Value) errechnen.

Kennzahlen die ein Kanban Board liefert:

  • ToDos im Bezug zum Gesamtprojekt gibt einen Überblick über den Fertigstellungsgrad – Jedoch ist dieser aufgrund der agilen Herangehensweise nicht zuverlässig.
  • Anzahl der Items im WIP (Work in Progress) – Zeigt an, ob die Gefahr des Multitaskings besteht.
  • Rücklaufquote Test -> WIP oder ToDo

Aus dem Backlog lassen sich auch einige Metriken ablesen:

  • Veränderung der StoryPoints
  • Verteilung der UserStory Größen
  • Veränderung des MMP (MVP) (steigt dieser oder sinkt er ab?)

Impediment Backlog

  • Zugang / Abgang möglicher Hindernisse
  • Risik Exposure / Impediment Exposure

Und in der Praxis?

Leider sinkt die Bereitschaft, sich im Sinne des agilen Gedanken auch auf andere und neue Kennzahlen einzulassen. Vielmehr finden Kennzahlen des klassischen Projektmanagements (Plan-Aufwand vs. Ist-Aufwand) Verwendung. Anhand einfacher StoryPoint-Umrechnungen (“Bei uns ist ein Storypunkt 1,5 Manntage”) kann aber kein agiles Projekt korrekt gesteuert werden.

Die Softwareindustrie tut hier ihr übriges. Es gibt mehrere Softwarepakete, die auf den ersten Blick sehr agil scheinen, dann aber nur die klassischen Kennzahlen zu Hilfe nehmen.


Reflexionsfragen
  • Welche Möglichkeiten der Fortschrittsmessung sehen Sie in Ihrem Projekt?
  • Was wären geschickte Kennzahlen, um außenstehende Stakeholder über den Fortschritt zu informieren?

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