Gedanken zum Projektlebenszyklus (1044)

Um was geht’s?

Dieses Kapitel nimmt eine etwas größere Flughöhe ein und betrachtet einen Project Life Cycle unter dem Aspekt der gesamten Lebensspanne.



Kurze Erinnerungshilfe
  • Ein Projektlebenszyklus und agil passen scheinbar nicht zusammen. Was ist ein Lebenszyklus eigentlich?
    • Der PMBOK Guide 6.Ausgabe von PMI definiert den Lebenszyklen entlang zweier Dimensionen:
    • Anzahl der Auslieferungen (Benefit Delivery) – von einer bis viele
    • Anzahl der Ausarbeitungen (Scope Elaboration) – von einer bis viele
    • So entstehen vier unterschiedliche Ansätze von Lebenszyklen:
      • Klassisch
      • Inkrementell
      • Iterativ
      • Agil
  • Egal welcher Projekttyp benutzt wird, es wird immer einen Projektstart und einen Projektabschluss geben (müssen) – auch wenn sie vielleicht anders genannt werden.
  • Projekte, bei denen gar kein Ende geplant ist, die also quasi in einer permanenten Durchführung stecken: Sind das noch Projekte?

Und in der Praxis?

Gerade die Arbeiten zu Beginn eines Projektes und am Ende, also der Aufbau der Projektorganisation etc. stehen bei einer agilen Betrachtungsweise nicht im Mittelpunkt und werden dann den Organisationen selbst überlassen.

Den Aufbau der Projektorganisation als User Stories in ein Backlog einzubauen ist ein denkbarer Ansatz. Viele Organisationen entscheiden sich in der Praxis aber gegen diesen Ansatz. So fällt es vielen Firmen nicht leicht, den reinen Scrum-Ansatz zu 100% zu leben.

Wichtig wäre, sich dieses Umstands überhaupt bewusst zu sein.


Reflexionsfragen
  • Wie halten Sie es mit den Startarbeiten? User Stories? Infrastruktursprint? oder Startphase?
  • Dito Abschlussarbeiten…?
  • Wie werden diese Aufwände in der Aufwandskalkulation berücksichtigt?

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