Product Backlog und User Story (1030)

Um was geht’s?

Das Product Backlog ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für das agile Projekt. In der ständigen Pflege des Product Backlogs manifestiert sich der permanente Change, für den das agile System so bekannt ist.



Kurze Erinnerungshilfe
  • Product Backlog
    • besteht aus User Stories
      • User Stories können auch ganz einfach auf Moderationskarten stehen
    • liegt in der Verantwortung des Product Owners
      • Was kommt rein?
      • Was wird hoch – bzw.  runterpriorisiert?
      • Messlatte ist das MVP (Minimal Viable Product – minimal marktfähiges Produkt) 
    • Zusammenstellung erfolgt im Team
  • User Story
    • Nur ein Satz
    • Als [Rolle] möchte ich eine [Funktionalität], so dass ich folgenden [Nutzen] davon habe!
    • Kennzeichen einer idealen User Story: INVEST 
      • Independent / Unabhängig – kann für sich stehen
      • Negotiable / Verhandelbar – ist nicht in Stein gemeißelt 
      • Valuable / Nützlich – muss einen Nutzen bringen
      • Estimable / Abschätzbar – soll in irgendeiner Form schätzbar sein
      • Small / Klein – klein genug, um es umzusetzen
      • Testable / Prüfbar – kann feststellen, ob es funktioniert oder nicht
    • Je weiter oben eine User Story im Backlog steht, desto höher ist die Priorität
      • Oben sollten auch die kleineren Elemente stehen, da diese umsetzbar sein müssen
      • Am unteren Ende finden sich eher die großen Brocken, vielleicht EPICs
      • Definiert als klein: Muss in einem Sprint zu erledigen sein
  • Priorisierung von User Stories
    • Verantwortung: Product Owner
    • Durchführung: Team
    • Prio-aspekte: Nutzen, Risiko, Releasefähigkeit, Abhängigkeiten
  • Zusammenfassung von User Stories möglich  
    • Mehrere Themes bilden ein EPIC (ein Kapitel, z.B. Sicherheit)
  • Product Backlog ist DEEP
    • Detailed Appropriately (bedarfsgerecht detailliert)
    • Estimated (geschätzt)
    • Emergent (situativ reagierend und nicht in Beton gegossen)
    • Prioritized (priorisiert)
  • Pflege des Product Backlogs 
    • Nicht abschließend definiert, kein Freeze
    • Ständig in Bewegung
    • User Stories können jederzeit aufgenommen und verfeinert werden
  • Übliche Fehler des Product Backlogs
    • User Stories enden in detaillierten Beschreibungen der Requirements
    • Sind zu ambitioniert
    • Wurden nicht im Team erstellt
    • Keine Pflege und Weiterentwicklung
    • Konkurrierende Backlogs

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